FKK -News
Nachrichten über FKK aus aller Welt


   Innsbrucks "Hawaii muss Hawaii bleiben" Wendehals und Zaunkönig vertreiben Nacktbader aus den Innauen
Der Standart
01. März 2005

 
Innsbruck – "Am Sonntag um zehn in Hawaii." Wer in Innsbruck diesen Treffpunkt vereinbart, ist weder verrückt noch Angehöriger des Jetsets. "Hawaii" ist die allgemein bekannte Bezeichnung für die Kranebitter Innauen am westlichen Stadtrand.

Anfangs heimlich, später geduldet, haben Anhänger der Freikörperkultur das Gelände mit einer großen Wiese, sonnigen Sandbänken und Bäumen vor einem halben Jahrhundert als ihr Refugium erobert. An sonnigen Wochenenden bevölkern tausend Leute "Hawaii", unter den Dauergästen hat sich so etwas wie eine informelle Leitung herausgebildet, die sich um die Müllbeseitigung und die Abwehr von Spannern kümmert.

Jetzt herrscht Aufruhr unter den FKK-Anhängern, hat doch die Tiroler Landesregierung einen Großteil des Geländes als Sonderschutzgebiet ausgewiesen. Damit verbunden ist ein absolutes Betretungsverbot zwischen dem 1. Februar und dem 1. Juli. Gerhard Liebl, Leiter der Abteilung Umweltschutz im Landhaus, begründet die Maßnahme mit dem Schutz von 91 Vogelarten, welche die Au als Rastplatz, Nahrungsraum und Brutstätte nutzen. Darunter befinden sich Kleinspecht, Wendehals und Zaunkönig, insgesamt 18 Arten, die auf der internationalen roten Liste stehen und 29, die in Tirol geschützt sind.

Schutz ausgedehnt

Schon bisher war das Naturschutzgebiet mit einem Betretungsverbot bis 15. Mai ausgewiesen, jetzt wurde mit dem Sonderschutzgebiet nicht nur eine strengere Variante des Schutzes gewählt, sondern dieser zeitlich und räumlich (auf mehr als 18 Hektar) ausgedehnt. Liebl begründet die Maßnahme mit entsprechenden Fachgutachten und verweist darauf, dass ähnlich auch in den Rietzer und Silzer Innauen vorgegangen wurde.

Die Bergwacht wird bis Ende März aufklären. Danach soll bestraft werden, kündigt deren Sprecher Walter Zobl an. Ein einfaches Organmandat soll künftig nicht mehr 21, sondern 36 Euro kosten.

Der Widerstand formiert sich im "Bürgerforum Kranebitter Innau" und findet Unterstützung bei SP-Nationalrätin Gisela Wurm (SP), die eine Presseerklärung mit "Hawaii muss Hawaii bleiben" betitelt. Wurm argumentiert, FKK in der Au sei "eine der wenigen Möglichkeiten, frei von jedem Konsumzwang die Freizeit zu verbringen".

Karl-Heinz Langhofer, der Sprecher des Bürgerforums, pocht auf die Wegefreiheit und will mit allen rechtlichen Mitteln die Sperre bekämpfen. Bürgermeisterin Hilde Zach will sich nun dafür einsetzen, dass der von den FKK-Fans hauptsächlich genutzte Uferstreifen vom Betretungsverbot ausgenommen wird. (Hannes Schlosser, DER STANDARD – Printausgabe, 2. März 2005)


 

 

   Hongkong: Erste asiatische FKK-Kolonie geplant
18. Jänner 2005

 

Nudisten des 'Körperkunstvereins' in Hongkong planen die Errichtung einer FKK-Kolonie. So etwas gab es in Asien bisher noch nicht. In Hongkong ist es verboten, sich der Öffentlichkeit nackt zu präsentieren.

Verstöße werden bislang mit bis zu sechsmonatigen Haftstrafen oder einer Geldstrafe in Höhe von etwa 100 Euro geahndet.

Wie ein Mitglied des Vereins heute forderte, müsse die konservative Stadt die Freie Körperkultur akzeptieren: 'Wenn andere fortschrittliche Städte ein FKK-Gebiet haben, warum sollten wir nicht auch eins haben?'

 


 

 

   Naturismus in Spanien
 
Rechtslage des Naturismus in Spanien

Seit 1978 - mit der Zustimmung zur Verfassung - sind Bezugsnahmen der „moralischen Art“ in unseren Gesetzen nicht mehr zulässig. Im Besonderen herrscht nach dem Gesetz keine Moral über eine andere. Das Recht auf Nacktheit ist folglich aus unserer Verfassung abgeleitet (Art. 1º; Künste. 14. 17 und 20; Künste. 138. 139 und 149).

Die "allgemeine Moral" war das Werkzeug, durch das die Diskriminierung von moralischen Auffassungen vom alten Regime in eine gesetzliche Form gegossen wurde: Um das zu verdeutlichen: Am 6.Juli 1957 verbot das Ministeriums des Inneren nicht nur, "jede mögliche Ausübung von Naturismus --- die der traditionellen Ehrlichkeit und dem guten Geschmack der Spanier" widerspricht, sondern erweiterte das Verbot auf den …

Nach unserer derzeitigen Verfassung sind alle moralischen Vorstellungen vom gleichen Rang, solange sie nicht gegen - durch Gesetz geschützte - Auffassungen verstoßen. Folglich kann keine Unterscheidung hergeleitet werden kann. Das ist der Grund, warum keine zulässige Behinderung für das Ausüben des Naturismus besteht.

Die autorisierten Nudisten-Strände entstanden - die Freiheit zum Naturismus wurde durch die Verfassung bereits garantiert – nur wegen des alten Strafrechts mit seinem Artikel zum "allgemeinen Skandal". Um beides in Einklang miteinander zu bringen, wurden Zonen für die Ausübung des Naturismus geschaffen.

Im Jahre 1989 wurde der Artikel 431 des Strafgesetzes dahingehend geändert, das unzulässige Bezugsnahmen auf die „natürliche Moral“ entfernt wurden. Von diesem Moment war Naturismus in jedem allgemeinen Raum zugelassen.

Im Jahre 1995 wurde - mit der Annahme des neuen Strafgesetzes (desjenigen der Demokratie), welches die Widersprüche zur Verfassung beseitigte - nochmals endgültig klargestellt, das der "allgemeine Skandal" kein Verbrechen ist. Seit damals ist es absolut klar, daß Naturismus an jedem möglichem Strand, Fluß, Park etc. VOLLKOMMEN ZUGELASSEN IST... in jeder Situation.

Der Versuch einiger Leute zum zu folgen sonderte das blanke ab, das im Gebrauch von dem exhibicionismo Verbrechen sich schützt. Das Gesetz ist in diesem Punkt sehr klar und begleitet mit einer Definition, durch die exhibicionismo betrachtet werden kann: "lascivious Taten oder der obszönen Ausstellung vor unzulänglichen geistlichminderjährigen oder". Das heißt, sind wir Sprechen der sexuellen Taten in der Öffentlichkeit, die mit oder ohne Kleidung gebildet werden kann. Es ist offensichtlich, daß eine Person, die die Sonne nimmt, versucht nicht, zu drittem sexuell zu verursachen sich auszieht. Das nudist kann nicht für der anderen educative die Vorurteile oder Mangel Leute, aber nur für ihre Taten verantwortlich sein.

Einige Leute versuchen in den diskriminierten Nackten, Exhibitionisten, die sich schützen wollen, zu sehen. Das Gesetz ist in diesem Punkt sehr klar und wird von einer Definition begleitet, nach der Exhibitionismus gesehen werden kann als "Laszive Tat oder etwa die obszöne Zurschaustellung vor unzulänglichen geistlichminderjährigen". Das heißt also, wir sprechen hier über sexuellen Taten in der Öffentlichkeit, die mit oder ohne Kleidung begangen werden können. Es ist offensichtlich, dass eine Person, die unbekleidet ein Sonnenbad nimmt, nicht versucht, dritten gegenüber sexuell zu wirken. Die Nudisten können nicht für die Defizite Anderer, sondern nur für ihre eigenen Taten verantwortlich sein.

Wir erziehen unsere Kinder nicht gegen ihre eigenen Körper. Kein Körperteil ist weniger Wert als ein anderer. Wenn wir sie zwingen würden, einige Teile ihres Körpers in nicht notwendigen Situationen zu bedecken, würden wir ihnen vermitteln, dass jene Teile unterschiedlich oder negativ sind. Wenn wir den Leuten, in ihrer Gesamtheit, den gewohnheitsmäßigen Anblick des menschlichen Körpers verwehren, bewirken wir Mythen und Deformationen und wir lassen sie Geschlecht mit Nacktheit gleichsetzten.

Spanische Vereinigung der Naturisten (F.E.N.)

 


 



   Portugals FKK-Freunde entdecken «Bügel-Partys»
Oberhessische Presse -
30. Sept. 2004

 
Lissabon (dpa) - Ein Kleiderbügel statt Begrüßungsgetränk: Die Party-Gäste sollen nicht nur den Mantel ablegen, sondern ihre gesamte Kleidung. Wer ganz nackt ist, kann sich dann am Büfett bedienen. In Brasilien sind solche «festas do cabide» (Kleiderbügel-Partys) seit längerem beliebt, nun finden sie auch unter den FKK-Freunden in Portugal immer mehr Anhänger.

Allerdings scheinen die Portugiesen sich an solche Feste noch gewöhnen zu müssen. «Bei uns in Brasilien geht es viel lockerer zu», meint der in Portugal lebende Brasilianer Marcelo (34).

 


 

 

   Flamenco: FKK-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer
  kreuzfahrttreff.de - 9. Mai 2004

Flamenco: FKK-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer
Geschrieben am Saturday, 20.December. @ 16:52:12 CET von redaktion

Flamenco FKK-Fans können künftig auch auf Kreuzfahrten alle Kleider ablegen: Am 14. Juni 2004 startet im Hafen von Barcelona die erste Nudisten-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer. Auf dem spanischen Schiff "Flamenco" bietet der Reiseveranstalter "Geisha Tours" den ungewöhnlichen FKK-Urlaub für rund 800 Passagiere an. Über 400 Nudisten sollen die einwöchige Reise durch das westliche Mittelmeer bereits reserviert haben.

Die Passagiere, die zwischen 400 und 1550 Euro bezahlen, können sich überall an Bord nackt bewegen. Im Bordrestaurant allerdings müssen ab 20 Uhr abends Kleider getragen werden. Die "Flamenco"-Besatzung trägt Uniform. Die Rundreise führt von Barcelona unter anderen über Ibiza, Ajaccio und Nizza zurück nach Barcelona.

Auf der Flamenco steht ein Fitness-Center mit Massage, Kraftraum und Fitnessgeräten zur Verfügung. Im Sportzentrum kann man z.B. Volley- und Basketball oder Tischtennis spielen. Der Pool mit Bar verleitet zu einem erfrischenden Sprung ins kühle Nass oder zu einem entspannenden Sonnenbad auf einem der Liegestühle. Wie die anderen Einrichtungen auf diesem Schiff sind auch die Kabinen zweckmäßig und gemütlich. Alle sind mit Radio, Telefon, Dusche/WC und Klimaanlage ausgestattet. Die Suiten verfügen zusätzlich über ein Badezimmer, eine Minibar und TV. [Quelle: kt-rp]



 

 

   60 Spanner vor FKK-Strand gekentert
  19. Sep 2003

60 Spanner vor FKK-Strand gekentert

So gefährlich ist FKK! 60 Spannern an Bord eines Bootes auf einem See in Texas ist ihre Leidenschaft zum Verhängnis geworden. In voller Lüsternheit glotzten sie auf die nackten Tatsachen am FKK-Strand – bis das Boot kenterte…

Zwei Personen mussten anschließend verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Unfall ereignete sich auf dem Lake Travis: Als sich der gemietete Doppeldecker einem FKK-Strand näherte, begaben sich alle Passagiere auf die dem Strand zugewandte Seite, und das Boot kippte um.
 
Hippie Hollow ist der einzige öffentliche Nacktbadestrand in Texas. Eine Behördensprecherin sagte, zwar gebe es keine Vermissten. Dennoch suchten Taucher das Wrack des gesunkenen Ponton-Bootes vorsorglich ab.
 



 

 

   FKK-ler wurden handgreiflich
  19. Sep 2003

Wien - Die Wiener Lobau gilt gemeinhin als Nudisten-Paradies. Diese Tatsache wurde zwei Männern am 28. Juli 2001 zum Verhängnis. Sie waren nämlich mit Badehosen unterwegs. Die versammelte Nudisten-Schar quittierte diesen Auftritt zunächst mit wilden Zurufen, man habe sich hier gefälligst auszuziehen. Als die Männer es wagten, nicht im Adamskostüm ins Wasser zu gehen, "wären sie beinahe gelyncht worden", wie sich Richter Hermann Fuchslehner heute, Donnerstag, im Wiener Straflandesgericht ausdrückte.

Gestörte Freikörperkultur

Der Richter hatte sich mit den strafrechtlichen Folgen des gestörten Freikörperkultur-Friedens auseinander zu setzen. Nachdem sich die mit schicker Bademode versehenen Männer erfrischt hatten und wieder auf ihre Plätze zurück kehren wollten, stellten sich ihnen zwei "Nackerte" in den Weg. "Wir ziehen Euch jetzt die Hosen aus! Wir lassen Euch saufen!" drohte ihnen Profi-Nudist Erich.

Vorstrafen wegen Körperverletzung

Sein älterer Begleiter fand das sehr lustig, was Erich offensichtlich veranlasste, dem einen Mann als Draufgabe plötzlich einen Faustschlag ins Gesicht zu versetzen, so dass dieser zu Boden stürzte und ins knöcheltiefe Wasser fiel. Darin dürfte der 43-Jährige Übung haben - sechs Vorstrafen wegen Körperverletzung scheinen in seinem Strafregister auf.

Bekleidete unerwünscht

"Es haben sich ja die Leute aufgeregt", führte er nun ins Treffen. Bekleidete hätten in diesem Revier einfach nichts verloren: "Es schickt sich nicht." Ein schweres Vergehen konnte er weit und breit nicht erblicken: Erstens habe er den Männern eh noch empfohlen, sie sollten sich "Feldstecher kaufen, wenn's Nackerte anschauen wollt's." Zweitens habe er nicht wissen können, "welche Leute das sind. Das können ja auch welche vom andern Ufer sein".

Dreifacher Jochbodenbruch

Der 32-jährige Ingenieur, den der schlagkräftige Erich zu Boden schickte, erlitt einen dreifachen Jochbodenbruch, der eine stundenlange Operation und einen mehrwöchigen Krankenstand nach sich zog. Ob Erich dafür verantwortlich ist, muss erst das weitere Beweisverfahren zeigen: Der bedauernswerte Nicht-Nacktschwimmer wurde nach dem ersten Disput neuerlich in eine Diskussion verwickelt und noch einmal niedergeschlagen, wobei der Täter diesmal ein gewisser "Gertschi" war. Dieser konnte bisher nicht ausgeforscht werden. Die Verhandlung wurde vertagt.

Artikel vom 18.09.2003 |APA |dk

 

 

top five
taz - 8. Sep 2003
... bestraft. 3. Kansas: Wer ein FKK-Camp betreibt, macht sich strafbar
und muss mit 25.000 Dollar Strafe und einem Jahr Knast rechnen. 4 ...

 

Entspannte Gemeinschaft im FKK-Verein
Düsseldorfer Nachrichten - 31. Aug 2003
... Seit der Gründung des Bundes 1924 widerfuhr der FKK-Bewegung immer wieder Ablehnung:
Oft hatte man, Kleidung in Griffweite, seinem Ideal heimlich frönen ...

 

Spanien: 700 FKK-Fans demonstrierten nackt für Nudistenstrände
Der Standard - 25. Aug 2003
Vera - Rund 700 Anhänger der Freikörperkultur sind im Süden Spaniens nackt auf
die Straße gegangen, um für den Erhalt von FKK-Stränden zu demonstrieren. ...

 

Schwindsucht der FKK-Clubs
n-tv - 17. Aug 2003
... wenige dafür. Den Vereinen der Freikörperkultur (FKK) laufen die
Mitglieder davon, wie die "Welt am Sonntag" berichtet. Anfang ...

 

Jetzt kommt FKK-Strand
NÖN Online - 22. Juli 2003

 

So jung hält FKK
Berliner Kurier - 23. Juli 2003

 

   FKK im Niedergang
  21. Juli 2003

Die Freikörperkultur-Bewegung (FKK) hat es schwer. Ihre Mitglieder in den FKK-Vereinen werden weniger und immer älter, die Nacktheit ist durch die Liberalisierung der Gesellschaft praktisch öffentlich geworden und an fast jedem Baggersee räkeln sich Nudisten in der Sonne. "Denen geht es doch bloß ums nackert baden", sagt der bayerische Vorsitzende des Bundes für freie Lebensgestaltung, der Augsburger Walter Nußbaumer, mit ironischer Verachtung über die "wilden Nudisten".

Längst bevölkern die Nackten fast alle Badegewässer. Vorbei sind die Zeiten eines umtuschelten FKK-Paradieses Sylt oder der legendären Pupplinger Au an der Isar, wo sich in den verklemmten 50er und 60er Jahren die Nackten - angefeindet im katholischen Bayern - in der Sonne aalten. Und was wäre der Englische Garten in München ohne seine "Nackerten".

Den ordentlichen FKK-Mitgliedern gehe es heute um ein "anständiges Vereinsleben", bei dem Familienzusammenhalt und Vereinssport groß geschrieben werden, erklärt Nußbaumer. "Das Nacktsein ist ein Ausdruck von Freiheit, nackt sind wir gleich unter Gleichen". Und einen praktischen Grund hat das Nacktbaden für ihn auch noch: "Wir kriegen von nassen Badehosen oder Badeanzügen kein Nierenleiden."

Nußbaumer legt Wert darauf, dass sich die "echten FKK-ler" als Naturisten klar abgrenzen von den übrigen "Nackerten", die "wild lagern" und die FKK-Bewegung in den Geruch der Schmuddelei bringen könnten. "Bei uns wird die Moral groß geschrieben. Erotik schließt sich von selbst aus, wenn 200 Personen nackt herumspringen", beschreibt er das Vereinsleben.

In Deutschland gibt es rund 50.000 FKK-Vereinsmitglieder, Tendenz fallend. "Wir haben einen rapiden Rückgang in den Vereinen", sagt Wolfgang Weinreich, Vizepräsident vom Deutschen Verband für Freikörperkultur (DFK) in Hannover. Doch damit hätten alle Vereine in Deutschland und sogar die Kirchen zu kämpfen. Gleichzeitig steige das Durchschnittsalter in den FKK-Vereinen und liege derzeit bei gut über 50 Jahren. Er ist aber überzeugt: Ein "harter Kern" der FKK-Bewegung wird überleben.

Gerhard Ehrentreich, der Vorstand vom Augsburger Sportbund Helios, sieht die Situation kritischer. "Drei Viertel unserer FKK-Mitglieder sind über 60 Jahre alt, für die Zukunft bin ich nicht sehr optimistisch", meint er. Kurz nach dem Krieg habe sich in der Nacktheit ein Bedürfnis nach Freiheit und einer reformerischen Lebenshaltung ausgedrückt. Damals war es per Satzung verboten, im Verein Bier zu trinken. Ehrentreich: "Da kam es schon mal vor, dass einzelne Mitglieder heimlich Bier in Thermosflaschen auf die FKK-Gelände geschmuggelt haben."

Heute zieht sich seiner Auffassung nach die FKK-Bewegung mehr und mehr in eine Nische zurück. Der Ursprung der Freikörperkultur liegt im 19. Jahrhundert in Deutschland. Im Jahr 1839 veröffentlichte Heinrich Pudor die Schrift "Nackende Menschen - Jauchzen der Zukunft" und löste die FKK-Bewegung aus. Die Nazis verboten 1933 die Freikörperkultur. 1949 wurde der Deutsche Bund für Freikörperkultur in Kassel neu gegründet.

Auf ihrem Weltkongress 1974 definierten sich die Freikörperkultur-Anhänger so: "Naturismus ist eine Lebensform in Harmonie mit der Natur. Sie kommt zum Ausdruck in der gemeinschaftlichen Nacktheit, verbunden mit Selbstachtung, sowie Respektierung der Anders denkenden und der Umwelt." Völlige Nacktheit habe eine "ausgleichende Wirkung" auf den Menschen, "indem sie von Spannungen befreit, die durch Tabus und Provokationen der heutigen Gesellschaft" verursacht seien.

 

 

 

 
Läuft „oben ohne“ FKK den Rang ab?       14. Juli 2003
„Halbnackt“ liegt in sächsischen Bädern im Trend – Naturisten-Verband beklagt fehlenden Nachwuchs

 

Chemnitz. „Zu DDR-Zeiten war mehr los“, seufzt Werner Siegmann (77). „Selbst in einigen FKK-Vereinen zieht man sich mittlerweile nur noch zum Baden richtig aus“, klagt der amtierende Geschäftsführer des Sächsischen Naturisten-Verbandes (SNV) aus Leipzig. Die Mitgliederentwicklung in den drei sächsischen Vereinen stagniert, Nachwuchs fehlt. „In der Altersgruppe bis 27 Jahre herrscht Flaute“ sagt SNV-Jugendwart André Stelzner. „Viele haben andere Interessen, und wir werden zu oft in die Sex-Schublade gesteckt“, ärgert sich der 25-Jährige. Verkommt die einstige Massenbewegung des Ostens zur Splitter(nackten)-Gruppe?

Im Vogtland schüttelt man bei dieser Frage heftig den Kopf. Denn an der Talsperre Pöhl ist die Nudisten-Welt noch in Ordnung. Bis zu 900 Autos rollen an heißen Wochenend-Sommertagen zum FKK-Mekka am vogtländischen Meer. „Die Resonanz ist ungebrochen“, freut sich Hans-Gert Franz, Marketing-Chef des Zweckverbandes Talsperre Pöhl. Er sieht sogar zunehmend auch bayerische Kennzeichen auf den Parkplätzen des seit 1976 offiziell bestehenden Nacktbadestrandes zwischen Helmsgrüner Bucht und Gölischgrund. Und an der Pöhl gilt wie in alten Zeiten: FKK ist FKK. „Vermischungen gibt es bei uns keine“, stellt Franz klar. „Es sind ja genügend Badestellen für alle da.“

Aber ein Trend ist zu beobachtet: Während sich am FKK-Strand vorwiegend die mittlere bis ältere Generation aufhält, sind die Jugendlichen meist am Textilstrand zu finden. Blanke Busen findet man an den „Angezogenen-Stränden“ der Talsperre Pöhl genau so wie im Freibad von Falkenau. „Wir haben das offiziell erlaubt. Und es wird von allen Altersklassen rege genutzt“ , freut sich Falkenauer Bademeister Breitfeld.

 
Von Tino Beyer
14.7.2003
 
 

 

 

Das "kleine Paradies" von Helios wird 30 Jahre alt
Taunus Zeitung - 13. Juli 2003


Das "kleine Paradies" von Helios wird 30 Jahre alt

Von Sabine Henrichs

Oberstedten. Für einen FKK-Verein ging es doch recht hochgeschlossen zu. Nicht freizügig, aber dennoch mit viel Spaß und Begeisterung feierte Helios-Taunus am Samstag auf seinem Vereinsgelände sein 30-jähriges Bestehen. Es war ein sehr lockerer und fröhlicher Abend, an dem auch Erste Stadtrat Dieter Rosentreter, Brunnenkönigin Christine III. und ihr Brunnenmeister Thomas sowie einige Vertreter aus Politik und Vereinen ihre Glückwünsche übermittelten. Mit seinen 30 Jahren ist Helios-Taunus in der FKK-Bewegung ein recht junger Verein.

1973 setzten sich zwölf ehemalige Mitglieder des "Allgemeinen Naturistenbundes" zusammen, um den ersten und bis heute einzigen FKK-Verein im Hochtaunuskreis zu gründen. "Zu dieser Zeit gab es nicht viele Möglichkeiten zum FKK. In einem Verein lief es deshalb viel organisierter ab", erzählte Gründungsmitglied Josef Hartmann. Im März 1974 wurde der Pachtvertrag für das Vereinsgelände unterschrieben. Nur durch viel Arbeit und Engagement konnte das verwilderte und als Schrottplatz genutzte 3000 Quadratmeter große Gelände in ein wahres Paradies verwandelt werden. Ein Jahr später wurden Wasserleitungen verlegt und machten der mühsamen Wasseraufbereitung ein Ende, ein weiteres Jahr später wurde das Gelände auch mit Strom versorgt.

Im Laufe der Jahre wurde das "kleine Paradies" einige Male umgebaut. Ein Schwimmbecken und ein Volleyballplatz wurden errichtet, und in den Wintermonaten bekam das Vereinsleben vor allem durch eine Sauna Auftrieb. Ein Orkantief zerstörte im Frühjahr 1990 das Schwimmbecken.

Durch die Spende des Vereinsmitglied Dieter Henke wurde der Traum von einem völlig neuen, in die Erde gebauten und mit dem neuesten Stand der Technik ausgerüsteten Schwimmbads Wirklichkeit. Heute feiert Helios-Taunus die Feste, wie sie fallen. "Wir verbringen viele Stunden mit Sonnen, Schwimmen und Grillen. Der besondere Reiz ist dabei die familiäre Atmosphäre", meinte Josef Hartmann. Waren es Anfang der 80er Jahre rund 80 Mitglieder, hat Helios-Taunus, wie viele andere Vereine, enorme Nachwuchssorgen, gerade unter jungen Leuten. "Die Möglichkeiten zur FKK-Ausübung sind heute vielfältig. Gerade die jüngere Generation scheut die Bindung an einen Verein. Da zahlt mancher lieber seine Eintrittsgelder und geht anschließend unbeschwert von den Pflichten nach Hause", vermutete Vereinsvorsitzender Bernd Urban. Bevor Vereinsmitglied und Opernsängerin Brigitte Hotz das kleine Paradies mit ihrer klaren, kraftvollen Stimme erfüllte, nutze Urban die Jubiläumsfeier, um Mitglieder für ihre langjährige Treue zu Ehren. Karin und Josef Hartmann sind die einzigen verbliebenen Gründungsmitglieder. Seit 25 Jahren ist Erika Hirsch im Verein, fünf Jahre weniger sind es bei Christa Wehrheim. Monika Gerbas hält dem Verein seit zehn Jahren die Treue.
 

 

  FKK-Gelände im Freibad gut bevölkert / Benefizkonzert der " ...
AZ-Bad Kreuznach - 10. Juli 2003

"Darauf haben wir gewartet–
FKK-Gelände im Freibad gut bevölkert / Benefizkonzert der "Nighthawks–


Vom 11.07.2003

rw. STROMBERG - Das mit natürlichen Hecken von der übrigen Liegewiese abgeschirmte FKK-Gelände im Höhenfreibad hat sich aus Sicht von Schwimmmeister Gustav Bauermann bewährt. Es habe überraschend großen Zuspruch gefunden. "Selbst von weit her kommen die Badegäste–, stellt er zufrieden fest und beruft sich dabei auf den an die Schwimmbadbesucher ausgegebenen Fragebogen wie auch persönliche Gespräche. "Auf so etwas haben wir gewartet. Früher fuhren wir zu Baggerseen, das ist jetzt nicht mehr nötig,– habe eine begeisterte Besucherin ihm gesagt.

Im Fragebogen konnten die Antworten zum FKK-Gelände mit prima, gut, weniger gut oder unzumutbar beantwortet werden. Unzumutbar hat keiner als Antwort gewählt. Doch Zusätze wie "lange darauf gewartet– oder "ein schönes Angebot– sind für Bauermann ein Beweis, dass das Stromberger Höhenfreibad mit der Zeit geht. Schließlich sei es auch Vorreiter für die Wassererwärmung gewesen, zuerst elektrisch und jetzt über eine Solaranlage. Während der Badezeit ist der FKK-Bereich für den Schwimm- und Bademeister tabu, so dass Bauermann über die Frequenz keine Auskunft geben kann.

Am Sonntag, 13. Juli, wartet auf die Schwimmbadbesucher eine besondere Attraktion. Von 12 bis zirka 19 Uhr geben die Kioskbetreiber, ein leidenschaftliches unter dem Namen "Nighthawks– bekanntes Ehepaar ein Benefizkonzert zu Gunsten des Fördervereins für tumor- und leukämiekranke Kinder der Mainzer Uni-Klinik. Das dargebotene Repertoire umfasst zirka 240 Oldies, Schlager, Country-Songs sowie eigene Kompositionen. Verbunden damit sind eine Tombola, ein Luftballonwettbewerb und die Wahlmöglichkeit eines Titels. Eine Auflistung der Musiktitel hängt aus. Die Einnahmen fließen in voller Höhe dem Spendenfonds zu. Ein gesonderter Eintritt wird für das Benefizkonzert nicht erhoben
 

 

 

 

Nackte Sportfreunde und Feldstecher im Dickicht
24. Juni 2003


Nackte Sportfreunde und Feldstecher im Dickicht
 
Seit mehr als 30 Jahren treffen sich an einem kleinen Badesee bei Adelstetten Anhänger der Freikörperkultur
 
ALFDORF. Die Beachvolleyballspieler tragen Turnschuhe, sonst nichts. Einer hat ein T-Shirt an. Solange man beim Baggern wenigstens seinen Po sieht, geht das noch in Ordnung. Bei der Familiensportgemeinschaft (FSG) Alfdorf ist Nacktheit nämlich Pflicht.

Von Robin Szuttor

Das neun Hektar große FKK-Gelände liegt etwas versteckt im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald bei Adelstetten. Den Nummernschildern der geparkten Autos nach treffen sich hier Freikörperkulturfreunde aus der ganzen Region Stuttgart und Aalen. Ein hoher Zaun schützt die Vereinsmitglieder vor unliebsamen Besuchern. Wer reinwill, muss klingeln.

Unten am Badesee schwirren Libellen zwischen Glockenblumen und Margeriten. Mit etwas Glück kann man Milane und Waldsalamander sehen. Goldammern, Schwalben und Wasserschlangen haben hier ihr Zuhause. Abends geben die Frösche ihr Konzert am Seerosenteich. Auf dem Badmintonfeld werfen sich nackte Rentner lachend Plastikringe zu. Ringtennis ist der traditionelle Sport der FKK-Anhänger. "Hier ist unser kleines Paradies", sagt Andrea Knöll, die Schriftführerin der Alfdorfer Familiensportgemeinschaft.

Mehr als 30 Jahre ist es her, dass der Welzheimer Tierarzt Dr. Karl Klein und eine Hand voll Freunde allen Widerständen zum Trotz ihren kühnen Plan von einem FKK-Gelände angingen. Der Rest ist Vereinslegende: "Einst trafen sich sieben Getreue", beginnt die Chronik der Familiensportgemeinschaft. Ihr Ziel: "Freikörperkultur pflegen ohne Trennung der Geschlechter, Familiensport betreiben und die Gesundheit fördern durch natürliche Lebensweise." So steht es heute noch in der Satzung.

Am Anfang waren die Nackten nicht beliebt in der Nachbarschaft. Der 62-jährige Wolfgang Böhle, Unternehmer aus Stuttgart, gehört seit 1973 zu dem Verein. Er hat damals noch miterlebt, wie man seiner Frau beim Einkaufen im Dorf vor die Füße spuckte: "Ihr seid doch Schweine."

Andererseits konnten manche ihre Neugier kaum zügeln. "Es gab Zeiten", sagt Böhle, "da waren in Schwäbisch Gmünd die Ferngläser komplett ausverkauft." Mit den Feldstechern stöberten Männer durch die Dickichte rund ums FKK-Gelände und spickten. "Wir mussten auch schon welche aus den Baumkronen holen", sagt Böhle. Zur Strafe wurden ihnen die Hosen runtergezogen.

Oder der Schorsch, ein Landwirt aus der Umgebung, der früher den FKK-Anhängern die Wiesen mähte. "Eines Tages war er wieder am Mähen, als es auf einmal einen Jes- sesschlag tat", erzählt Böhle. Der Traktor war gegen ein Böschung gefahren und umgekippt. "Der Schorsch ist wohl zu abgelenkt gewesen."

Inzwischen sind die Leute von der FSG der Dorfgemeinschaft schon viel näher gekommen. Beim Alfdorfer Straßenfest verkaufen sie ihren Schweinebraten und Kässpätzle. "Normale" Mannschaften, die früher noch einen großen Bogen um das FKK-Gelände gemacht haben, spielen heute Turniere mit ihren ausgezogenen Gegnern.

Der Verein hat 500 Mitglieder. Es gibt 250 Wohnwagenstellplätze, eine Wiese für Gastcamper, ein Kinderschwimmbecken, eine Minigolfanlage, Tischtennis- und Volleyballplätze, eine Boulebahn, Sauna und Spielplätze. Es wird gekegelt und geschossen, bei der FSG kann man sein Leichtathletik-Sportabzeichen ablegen.

Doch der Nachwuchs wird rar. Das Durchschnittsalter bei dem FKK-Verein liegt bei 50 Jahren. "Früher hörte man die Kinder ,Mama, Papa" rufen, heute heißt es meistens ,Opa, Oma"", sagt Knöll. Von den jüngeren Nacktsportlern will sich auch keiner fotografieren lassen. "Ich arbeite bei einem streng katholischen Träger", sagt ein gut gebauter Volleyballer.

Vor ein paar Jahren hat sich entgegen einigen Freikörperkultur-Hardlinern die Regelung durchgesetzt, dass Buben und Mädchen, wenn sie in die Pubertät kommen, Badekleider tragen dürfen. "Dann setzen sie eben ein paar Jahre aus, wir respektieren ihr Schamgefühl", sagt Andrea Knöll. Zum Schutz vor Spannern werden in der Regel keine Soloherren aufgenommen.

"Wir haben hier alle sozialen Schichten als Mitglieder", sagt Peter Wiest, im Alltag Angestellter bei einer Sozialversicherung. Das sei das Schöne bei der Freikörperkultur: "Hier sind alle gleich. Bei uns kann man mit keinen edlen Markenklamotten imponieren", so Wiest. Wenngleich: "Angeber haben wir auch."

"Hier sind alle gleich"

Beim Mähen umgekippt

Artikel aus der Stuttgarter Zeitung
vom 25.06.2003


 

 

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